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Praktikumsbereicht von Markéta Pechová

In Leipzig diskutierte man erst in dem ältesten Café der Stadt über den Nahverkehr in Sachsen und den Leipziger Tunnel. Ich fand all die wichtigen Männer in Anzügen so interessant, dass ich dem Inhalt ihrer Präsentationen und Vorträgen kaum folgen konnte. Unser nächster Termin an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig war für mich noch interessanter. Das Treffen mit dem Dekan, den man als echtes Unikum bezeichnen kann, und die anschließende Besichtigung der Fakultät waren sehr fesselnd. Beim Sport blieben wir auch am Abend des Tages, als wir uns die Sportschule in Leipzig anschauten.

Der Dekan der Sportwissenschaftlichen Fakultät sowie die Vertreter von der Sportschule versuchten die Politiker zu überzeugen, dass ihre Einrichtung wichtig ist und Geld braucht. Es war nicht einfach, weil das Budget immer knapp ist. Das Treffen mit den Vertretern der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer am nächsten Morgen war eher formell. Da die Gespräche meistens in kleinen Gruppen durchgeführt wurden und ich mich mit der Thematik nicht gut auskenne, hatte ich leider nicht viel von diesem Arbeitsfrühstück. Am interessantesten war für mich der Besuch in der Leipziger Diakonie zum Schluss der Sommertour. Wir konnten uns das ganze Haus anschauen, inkl. Werkstätte, in welchen behinderte Menschen arbeiten. Es war erstaunlich, was sie für Leistungen erbringen und wie viel Freiheit und Kreativität sich manche erfreuen.

In den nächsten Tagen trafen wir u.a. Vertreter vom Hospiz, der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes und der Abfallwirtschaft der Stadt Chemnitz. Solche Treffen stellen einen wesentlichen Teil der Arbeit eines Abgeordneten dar, obwohl das wahrscheinlich kaum jemand weiß. Hier werden die Meinungen von Politikern und anschließend auch die Grundlagen der Entscheidungen gebildet. Ein nicht weg zu denkender Teil meiner Arbeit stellte auch die Büroarbeit dar. Ohne Assistenten, welche Termine vorbereiten und alles Mögliche erledigen, könnten Politiker unmöglich effizient arbeiten. Bei Herrn Patt war das extrem, weil er zugleich Politiker, Unternehmer und Vorsitzender des Deutschen Familienverbands ist. Es gab kaum Momente, in denen das Telefon nicht in Anspruch genommen wurde.

Am meisten freute es mich immer im Sächsischen Landtag zu sein. Die Fraktionssitzung, Plenarsitzung und die Sitzungen der Ausschüsse stellen für mich einzigartige Erlebnisse dar, weil ich immer das Gefühl hatte, das ich bei etwas Wichtigem dabei bin. Obwohl ich wegen verschiedener Abkürzungen und den mir nicht bekannten Vorgeschichten oft nicht alles verstand, war dies eine besonders interessante Erfahrung. Ich denke auf der Landesebene kann man viel beeinflussen, weil man eben näher am Volk ist. Man kann besser die Wünschen und Beschwerden der Menschen verstehen und ihnen versuchen entgegenzukommen. Die Politik scheint mir hier viel konkreter und effektiver als auf der Bundesebene zu sein.

Die drei Wochen bei Herr Patt gefielen mir sehr gut. Ich erkannte, dass Politik nicht nur aus Treffen, Sitzungen und Verhandlungen besteht, sondern auch einer Menge Organisations- sowie Büroarbeit im Hintergrund bedarf. Ich würde mir wünschen, dass alle Politiker so hingebungsvoll den Menschen gegenüber wären wie Herr Patt. Ich möchte mich hiermit bei ihm für die drei äußerst interessanten Wochen noch einmal herzlich bedanken.

Markéta Pechová

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