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Universitätscampus in der Innenstadt

Zeitfolge:

1. Die Aktienspinnerei muss erstmal in Besitz genommen werden. Stadtrat entscheidet dazu, dann Gegenzeichnung der Übertragungsvereinbarung durch die Staatsregierung. (Dann formal noch Grundbuchumschreibung.)

2. Planungsmittel hat der Freistaat immer ausreichend. (Übrigens anders als leider die Stadt ...). Die Planung ist aber langwierig: Gebäudesubstanz, Denkmalschutz, Brandschutz, Buchlagerhaltung, Lesesaal, Personalplanung für Bewirtschaftungsoptimierung usw. Man kalkuliert für diesen mehrfachen Sonder- und Spezialbau etwa 1-1,5 Jahre Planzeit, also Ende 2012/ Anfang 2013.

3. Das Gebäude wird aufgestockt und erhält ein Walmdach, beides wie früher; derzeit ist es abgewrackt.

4. Die Konzepte zwischen Land, Uni und Stadt sind noch nicht vollständig und abgestimmt. Es geht dabei um mehr als nur die Universitätsbibliothek, auch Wohnheime, Mensa, Gerichtszentrum II (Fachgerichte), Nutzung der ‚Behördenfalte’, Umlagerung des TU-Standortes Wilhelm-Raabe-Straße usw.

5. Erst dann kann gebaut werden.

6. Und anders als in der Stadtverwaltung gibt es eine Gewaltenteilung ab Landesebene. Eine ‚Zusage’ des Ministers ist bis zur Entscheidung durch den Landtag eigentlich nur eine Absichtserklärung. Wir Chemnitzer Unionsabgeordnete (und auch die anderen) sind froh, in Minister Unland einen Kenner, Fachmann, breit Denkenden und Chemnitz Gewogenen zu haben. Die Planungen münden ordentlich in den Haushalt des Freistaates ein. Dies ist für den anstehenden Doppelhaushalt 2013/14 beabsichtigt. Erst mit Beschluss dazu in 12/2012 steht das Geld ausgebbar zur Verfügung.

7. Baubeginn 2013, wenn es schwierig wird 2014. Die Komplexität nicht nur des Baus, sondern auch des Einbaus (automatische Regalsteuerung usw.) bedeutet eine Bauzeit von drei Jahren. Fertigstellung also etwa 2015/16. Risiken: Archäologie.

Professor-ING. Unland, ehem. Rektor der TU Bergakademie Freiberg und zuvor Manager bei Krupp, weiß, wie man solche Projekte angeht. Ich sehe seine Ablaufplanung als logisch und seine Ankündigungen als nachvollziehbar, belastbar und ohne kommunalpolitische Wahlkampfeile.

Was wir brauchen sind Mut, Vertrauen, Systematik und Geduld. Wir sollten nicht Chemnitz-typisch nur auf die Risiken sehen. Man muss das Konzept auch anfangen, Vorleistungen erbringen. Das Studentenwerk muss beginnen. Die Stadt wird sicher mit Optimismus diese Chance ergreifen. Wir haben es gestern beim ÖPNV-Konzept aber DEUTLCIH gehört: Ohne die Citybahn-Mittel könnten manche Stadtsanierungen gar nicht vorgenommen werden, da das Chemnitzer Geld anders gebunden wird/ ist (trotz wachsenden Haushalts …). Aber ohne eigene Mittel kann das Rathaus nicht erwarten, dass das Land alles macht, der Freistaat kann nur Initiale liefern.

Ausblick: CHEMNITZ IST DRAN - darauf achten wir Unionsabgeordnete hartnäckig. Der Freistaat wird seine Kräfte auf die Innenstadt konzentrieren. Schon heute sind Hunderte Mitarbeiter bei Landesbehörden in der Chemnitzer City beschäftigt. Doch es bedarf eines GENERALPLANS, eines Wechselspiels zwischen Stadt, Land und Privaten. Den gibt es noch nicht, aber daran wird jetzt gearbeitet. Und wir brauchen GEDULD. Die Landesregierung neigt nicht zu Schnellschüssen, sondern beharrlichem Fortschritt. Unsere Finanzen geben uns die Möglichkeit zu einer weit überdurchschnittlichen Investitionsquote in Europa, das muss immer wieder betont werden! Traum: Ich wünsche mir eine offene Mensa für Uni, Verwaltung und Bürger VOR der Behördenfalte und UNTER dem Nischel. Die trennende Brückenstraße würde dadurch verengt, eine Spange würde zum Markt geschaffen, die Mensa wäre offen für alle, ein evtl. mehretagenhohes Loch in die Behördenfalte könnte den grünen Durchblick und –gang zu einer Art Central Park mit Oper, Kunstsammlungen, Petrikirche und Uni schaffen, evtl. verbindet auch eine Brücke die Marktseite von der Stadthalle aus mit der Mensa auf der Kulturseite an der Uni. (Einen Tunnel statt der Brückenstraße können wir uns leider nicht leisten.)

Peter W. Patt

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