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Die Ausgangsbasis für die Ausrichtung von Landesausstellungen, Tagen der Sachsen, Landesgartenschauen, Familientagen usw. ist, damit kleineren Gemeinden oder Landkreisen eine Möglichkeit zu geben sich zu präsentieren; ausdrücklich ausgenommen als Austragungsorte sind die drei großen Zentren DD, L und C. Motiv hierfür ist u.a., dass die drei großen Städte über den Finanzausgleich bereits ständig erhebliche Mehrmittel als das Umland pro Einwohner bekommen, um sich damit auch darzustellen, ergänzt um Investitionen und Beschäftigungen des Freistaats in diesen Städten (wobei C noch Potential im infrastrukturellen Bereiche hat, wohingegen die Betriebs- und Forschungsförderungen eher überdurchschnittlich sind). So waren auch die Bedingungen für die Industrieausstellung, und so haben sich auch die Mitglieder des Regionalkonventes, also die vier Landräte um Chemnitz sowie die OB für die Stadt Chemnitz verständigt. Auf Veranlassung der Abgeordneten der Region, die ich mit initiieren konnte, fasste der Landtag einen Beschluss, die Landesausstellung solle in der Region Südwestsachsen stattfinden, also in der Fläche und unter Berücksichtigung der vielen industriellen Wurzeln. Dabei gingen wir von einer Achse Chemnitz (Industriemuseum) - Zwickau aus unter Einbindung weiterer Orte als Satelliten. Die Staatsregierung hatte, wie seit Dezember hörbar wurde, den Standort Zwickau entsprechend ihrer o.g. Prämisse fokussiert. Beabsichtigt war wohl, so jüngst auch der MP, die Landesausstellung nur an EINEM Ort zentral stattfinden zu lassen. Dagegen habe ich protestiert und, wenn schon aus den genannten Gründen Chemnitz nicht dieser Ort sein sollte, eine regionale Orientierung gefordert; nach langen Gesprächen mit der Wissenschaftsministerin hatte sie dies zugesagt. Weiterhin war meine Leitvorstellung, dass auf der Achse Chemnitz-Zwickau Chemnitz das Schaufenster in die Zukunft durch Präsentation der heutigen Produkte und Produktion sowie der Forschungsvorhaben sein soll. Mit dem Industriemuseum haben wir zudem ein Fenster in die Vergangenheit, und wir konnten im Finanzausschuss die Mittel für die komplette Erneuerung der Dauerausstellung sowie für die Erhöhung des Landeszuschusses an den Zweckverband organisieren. Auch wenn jüngst in einer Runde des MP mit Unternehmern (leider) der Eindruck entstand, die Landesausstellung sei eine Art Selbstbespiegelung nach innen, habe ich mit der das Konzept vorlegenden Ministerin von Schorlemer abgestimmt, dass wir mit unseren industriellen Pfunden deutlich nach außen wirken wollen und müssen. So passt der neue Gedanke, gleich ein ganzes Jahr der Industriekultur aufzurufen, um Sachsen als Industriezentrum Europas werbend zu verankern. Industrieller Kern Sachsens ist wiederum Chemnitz. Fazit: Die Entscheidung im Kabinett ist zunächst eine Entscheidung über das Investitionsobjekt, um die Planungs- und Vorbereitungszeiten eintakten zu können. Das Ausstellungs- und Gesamtbetriebskonzept liegt noch nicht vor. Dass 1. Chemnitz dort eine zentrale Position einnehmen wird, ist geklärt, setzt aber voraus, dass hier nicht im Nachgang nur politisch gejammert wird, sondern wir die Kräfte bündeln und das Rathaus nicht erneut "mal abwarten" lassen, was kommt, sondern uns abgestimmt engagieren (danke hier an den Industrieverein). Dass 2. Chemnitz sein Forschungs- und Entwicklungspotential für das Fenster in die Zukunft und zum Nutzen der Unternehmen einsetzen wird, ist ausdrücklich gewünscht und soll in die Konzeption einfließen. Das Industriemuseum baut seine Präsentation ebenfalls unter dem Stichwort "Heute und Morgen" um, was auch eine Überschrift der Landesausstellung sein wird. Und 3. will und wird Sachsen (eigentlich selbstverständlich) mit der Ausstellung nach außen auch international wirken, was die Ministerin auf mein Drängen betonte. Über die Klärung dieser drei bislang missverständlichen und ggfs. strittigen Punkte sowie die Weitung des Ausstellungskonzepts bin ich froh. Und nur so möchte ich das auch verstanden wissen. Übrigens: Sinnvoller hielte ich, erst die Zielsetzung der Ausstellung zu klären und danach den Standort auszuwählen. Andersherum kommt es meist zu sachunlogischen Entscheidungen. Denn eigentlich müsste Chemnitz der zentrale Ausstellungsort sein, da die industrielle Entwicklung Kontinentaleuropas hier startete. Dieser Standort kollidiert aber mit der o.g. Prämisse (und ich verstände den Ärger der Sachsen, wenn auch die großen Landesveranstaltungen nur noch in den Großstädten DD und L durchgeführt würden statt die Breite der Schätze des Landes zu heben). Über die ungenügende und ziellose Aktivität der Stadtverwaltung möchte ich nicht weiter ausführen und habe dies ja schon auf meiner Webseite dargestellt. Wenn man entgegen der bekannten Prämisse dennoch den Standort Chemnitz als zentralen Ort hätte verankern wollen, dann nur mit Kräftebündelung, Einbeziehung der politischen Vertreter (nicht mal die Fraktionsvorsitzenden wurden informiert), qualifiziertes und nicht nur bildschönes Konzept, Abstimmung mit dem Regionalkonvent statt Parallelgleisigkeit usw. Lassen Sie uns bitte die industrielle Zukunft unserer Region gestalten und darstellen.
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