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Ist Chemnitz Sportstadt?
Vor Jahren hat Chemnitz als Sportstadt geworben, in Erinnerung ist auch noch die euphorisierende Einbeziehung in die Leipziger Bewerbung um die Olympischen Spiele. Ja, Chemnitz ist eine Stadt mit grossartigen Sportlern und Mannschaften im Spitzen- und im Breitensport, mit hoch engagierten Trainern und Vereinslenkern. Vor allem überrascht Chemnitz mit der Vielfalt der Spit...zensportleistungen: Radfahren, Schwimmen, Kugelstossen, Boxen, Eislaufen, Leichtathletik, Volleyball, Basketball Damen und Herren, Gewichtheben, Fussballer u.v.a.m., deren Namen und Mannschaften weltweite einen sehr guten Klang haben. Das ist aber auch zugleich die Crux unserer Stadt: Mit welcher Sportart wird sie verbunden und von aussen wahrgenommen? Alles kann da manchmal Nichts sein. Aber das soll uns nicht entmutigen. Doch vor dem Erfolg kommt die Übung, so wie jüngst im Training von 50 Kindern und Jugendlichen beim Fielmann-Camp mit Matthias Steiner. Und dafür bedarf es entsprechender Sportstätten. Während die Hallen, auch mit erheblicher Unterstützung des Freistaats, gut in Schuss gebracht wurden, haben wir kein einziges Stadion, welches wirklich befriedigt. Eisstadion, Schwimmstadion, Radrennbahn, Leichtathletik im Sportforum - sie alle vergammeln letztlich, weil trotz Spitzeneinnahmen im städtischen Haushalt kein belastbarer Plan für die schrittweise Sanierung der Stadien umgesetzt wird, ja jetzt erst auf Drängen des Stadtrates eine systematische Planung vorgenommen wurde, 23 Jahre nach der Wende! Mit der Entscheidung für das Fussballstadion an der Gellertstrasse ist letztlich der Todesstoss fuer das Zentralstadion im Sportforum gesetzt worden, beides werden wir uns nicht leisten können - eben auch wegen der vielen anderen Massnahmen, um den Sport in seiner Breite der Spitzenleistungen zu ermöglichen. Wie gesagt, am Geld kann es nicht liegen, Chemnitz hatte noch nie soviel Geld wie heuer zur Verfügung und wird es voraussichtlich auch nicht so schnell wieder haben, weil die Solidarmittel bis 2019 auf Null sinken, immerhin 20% des Staatshaushalts. In den guten Jahren wurde deutlich zu wenig investiert und wird zu viel konsumiert. Andere Staedte haben da rathausseitig andere, vielleicht bessere Entscheidungen getroffen. Heute hat das Rathaus anscheinend nicht mal die Eigenmittel, um die wieder höher dotierten Fördermittel des Freistaats abrufen zu können. So ist Chemnitz auch eine Sportstadt, aber vom Rathaus nicht angemessen unterstützt. Es ist auch nicht leicht, die breiten Angebote mit entsprechendem Niveau zu pflegen, zugestanden. Aber Chemnitz kann und muss mehr tun, damit nicht weitere Olympiastützpunkte der Stadt den Rücken kehren, weil sie die notwendigen Trainingsmöglichkeiten hier nicht mehr finden.
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